Neues Tanklöschfahrzeug getauft
03.08.2019 ZufikonDie Zufiker Feuerwehr weihte ihr neues Tanklöschfahrzeug ein. Es verfügt über 360 PS und entspricht dem neusten Stand der Technik. Drei Jahre wurde evaluiert, was es tatsächlich für den Einsatz braucht. Entsprechend erfreut war Feuerwehrkommandant Marcel Hottinger. Die ...
Die Zufiker Feuerwehr weihte ihr neues Tanklöschfahrzeug ein. Es verfügt über 360 PS und entspricht dem neusten Stand der Technik. Drei Jahre wurde evaluiert, was es tatsächlich für den Einsatz braucht. Entsprechend erfreut war Feuerwehrkommandant Marcel Hottinger. Die Anwesenden erhielten eine Demonstration und konnten das neue Fahrzeug ausführlich begutachten. --rwi
Grosser «Hosenlupf» gelungen
Feuerwehr weihte neues Tanklöschfahrzeug ein
Die Vorstellung des neuen Tanklöschfahrzeugs der Feuerwehr Zufikon zog am 1. August viel Volk an. Das neue Werkzeug entspricht dem aktuellen technischen Stand und wird nebenbei helfen, Brüche an Rohrleitungen zu verhindern.
Roger Wetli
Die Feuerwehr hatte sich für die Einweihung des neuen Fahrzeugs einiges einfallen lassen. Musik und viel Rauch kündigten den Anlass an. Kinder «zogen» das Fahrzeug aus der Garage des Feuerwehrlokals. «Wenn diese Sprösslinge gross sind, werden sie wohl das Tanklöschfahrzeug selber fahren», mutmasste der Feuerwehrkommandant Marcel Hottinger.
Viele Grundsatzentscheide
Nach zwei kurzen Ansprachen demonstrierte die Feuerwehr das Können der neuen Hilfe. Dazu wurde in einer Wanne ein Feuer entfacht, das souverän durch die Atemschutzeinheit gelöscht wurde. Wer wollte, konnte das Fahrzeug anschliessend im Detail betrachten, sich einzelne Funktionen erklären lassen und sich in die Mannschaftskabinen und in den Führerstand setzen.
«Die Beschaffung beschäftigte uns rund drei Jahre», hielt Hottinger fest. «Es benötigte viele Grundsatzentscheide. Wir fragten uns, was wir als Feuerwehr heute, in fünf und in zehn Jahren wirklich für unsere Aufgaben brauchen, wie Zufikon wohl in 15 Jahren aussehen wird und was das für das Tanklöschfahrzeug bedeutet.»
Einsätze ändern sich
Der Scania P360 verfügt über 360 Pferdestärken, wiegt 18 Tonnen und hat 2400 Liter Löschwasser und 200 Liter Schaumkonzentrat geladen. Es bietet Platz für einen Fahrer und einen Beifahrer sowie für fünf Atemschützer. «Diese können sich während der Fahrt im Fahrzeug sitzend ausrüsten», erklärte Hottinger. Das hat auch Auswirkungen auf das interne Vorgehen bei Einsätzen. «Bis jetzt sammelten sich die meisten Feuerwehrleute vor dem Brandplatz. Künftig werden 28 Leute ins Feuerwehrlokal kommen, sich hier ausrüsten und dann an den Brand fahren. Generell hilft uns das Fahrzeug, schnell und effizient zu helfen.» Der Feuerwehrkommandant hofft, dass das neue Tanklöschfahrzeug noch mehr Personen für den Feuerwehrdienst begeistert. «Denn wir können weiterhin noch mehr Leute brauchen.»
Das Fahrzeug stammt von der Firma Rosenbauer. Diese stellt weltweit Feuerwehrfahrzeuge zusammen. «Es ist nie einfach, ein neues Fahrzeug zu kaufen», erklärte Rico Käser von Rosenbauer. «In seiner Feuerwehrkarriere macht man das in der Regel nur einmal. Es gilt, verschiedenste Dinge abzuklären.» Es sei ein richtiger «Hosenlupf» und eine Meisterleistung. Die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Zufikon bezeichnete er als äusserst konstruktiv. Die Beschriftung des Fahrzeugs sei sehr schlicht. «Sie werden Freude haben, wenn Sie das Fahrzeug im Dorf herumfahren sehen.» Die Bevölkerung staunte über diese Aussage, sodass Käser ergänzte: «Ich meinte natürlich nicht bei Ernsteinsätzen, sondern bei den Übungen.»
Geld sparen durch bessere Pumpe
Die Kosten für das neue Fahrzeug belaufen sich auf rund 600 000 Franken, wobei die Gemeinde rund 60 Prozent trägt. «Wir können mit ihm aber auch Geld sparen, da es bei der Pumpe über eine Softöffnung verfügt», ist Gemeinderat Boris Sommer überzeugt. Wird dieser Hahn zu schnell aufgedreht, kann es durch das Wasser Schläge geben. Diese führen teilweise zu Rohrleitungsbrüchen. «Die Sanierung eines einzigen kostet mindestens 60 000 Franken. Teilweise war in solchen Fällen die Feuerwehr dafür verantwortlich. Die neue Technologie schont deshalb unsere Wasserleitungen.»



