FCB schlägt FCB
13.08.2019 SportDie Frauen des FC Bremgarten scheiden im Schweizer Cup nach einer 0:15-Niederlage gegen die Frauen des FC Basel aus. Trotz der zahlreichen Gegentore können die Freiämterinnen viel Positives aus dem Duell gegen die NLA-Mannschaft mitnehmen. --jl
Fussball, Schweizer Cup ...
Die Frauen des FC Bremgarten scheiden im Schweizer Cup nach einer 0:15-Niederlage gegen die Frauen des FC Basel aus. Trotz der zahlreichen Gegentore können die Freiämterinnen viel Positives aus dem Duell gegen die NLA-Mannschaft mitnehmen. --jl
Fussball, Schweizer Cup Frauen: FC Bremgarten – FC Basel 0:15 (0:9)
Die Frauenabteilung des FC Bremgarten feiert 20 Jahre Bestehen. Nach dem Aufstieg in die 1. Liga folgt mit dem Cupduell gegen Basel das nächste Highlight zum Jubiläum. Trotz Kanterniederlage können die Freiämterinnen viele positive Erkenntnisse mitnehmen.
Josip Lasic
Schlusspfiff auf der Bärenmatt in Bremgarten. Die Frauen des FC Basel haben das Cupduell deutlich mit 15:0 gewonnen. Dass die Bremgarterinnen nicht weniger gut gelaunt sind als die Siegerinnen, wirkt ungewöhnlich. «Wir wollten einfach Spass haben», sagt Mittelfeldspielerin Sheryl Loosli. «Das Ergebnis war zweitrangig.» Bis zuletzt kämpfen die Freiämterinnen. Sie motivieren sich gegenseitig nach gelungenen Aktionen. Böse Kommentare oder schlechte Stimmung nach den Gegentoren: Fehlanzeige.
Werbung für die Frauenmannschaft
Die Favoritenrolle lag beim Gastteam, das in der Nationalliga A spielt. Vor der Partie werden die Nationalspielerinnen Lara Marti und Jana Brunner vom Bremgarten-Speaker speziell begrüsst. Die Frauen des FC Bremgarten auf der Gegenseite sind frisch in die 1. Liga aufgestiegen. Auf dem Platz ist der Klassenunterschied deutlich zu sehen. Die Baslerinnen erzielen nach zwei Minuten ihr erstes Tor. Die Bremgarter Hoffnung auf eine Cup-Überraschung ist schnell verflogen. Bis zum Ende der 1. Halbzeit folgen acht weitere Treffer. In der zweiten Hälfte haben die Bremgarterinnen vereinzelt gute Aktionen. «Schade, dass uns kein Tor gelungen ist», sagt Loosli. Das Team und der Verein nehmen dennoch viel Positives aus dem Cupduell mit.
Trotz der hohen Niederlage war es für die Reussstädterinnen ein Fussballfest. Rund 200 Zuschauer sind zum Cupduell erschienen. «Es war ungewohnt, vor so vielen Menschen zu spielen», erzählt Loosli.
Der FC Bremgarten hat vor dem Spiel grossen Aufwand betrieben. «Wir haben ein spezielles Matchblatt für die Partie kreiert», sagt Barbara Rohrer, Frauenverantwortliche beim FC Bremgarten. «In den sozialen Medien haben wir dazu aufgerufen, das Spiel zu besuchen.» Mit Erfolg. «Wir durften ein Fussballfest auf der Bärenmatt feiern», sagt Rohrer. «Wir hoffen, dass wir dazu animieren konnten, unsere Spiele in der 1. Liga zu besuchen.»
Bei der Frauenmannschaft des FC Bremgarten reiht sich momentan ein Höhepunkt an den nächsten. Die Bremgarterinnen sind in die 1. Liga aufgestiegen, feiern ihr 20-jähriges Bestehen und starten nach dem Cupduell gegen die Baslerinnen in die Meisterschaft, wo mit Teams wie Sion oder Servette attraktive Gegner warten.
Erkenntnisse für 1. Liga gewonnen
Umso schöner ist es für das Team, mit dem Cuphighlight in die Saison zu starten. Vereinspräsident Chad Evans gratuliert nach der Partie einer Spielerin. Sie will ihm antworten, hat aber nach dem intensiven Spiel kaum noch Luft. «Da sieht man, wie sehr sie gekämpft haben», sagt Evans. «Ich bin sehr stolz auf unsere Frauen.»
Mit zwei Aktivmannschaften und zwei Juniorinnenteams ist die Frauenabteilung des FC Bremgarten breit aufgestellt. «Trotzdem steckt der Frauenfussball auch bei uns noch in den Kinderschuhen», sagt Evans. «Aber wir sind froh um unsere Frauenabteilung und unterstützen sie bei der Herausforderung 1. Liga.»
Beim Spiel gegen Basel konnten die FCB-Frauen auch einen ersten Einblick bekommen, wo sie sich noch steigern müssen. «Wir treffen zwar auf keine Teams wie den FC Basel in der 1. Liga, aber wir müssen schneller werden», sagt Rohrer. Sheryl Loosli schliesst sich an. «Das Tempo wird höher sein, als wir uns bisher gewohnt waren.»
Glanz und Gloria bei Bremgarten
Sportlich sind einige Bremgarterinnen positiv aufgefallen. Beispielsweise Torhüterin Gloria Kunz. Sie muss zwar 15-mal hinter sich greifen, verhindert aber mindestens so viele Gegentore.
Auch Sheryl Loosli hinterliess einen guten Eindruck. Die Tochter der ehemaligen Nationalspielerin Sheila Loosli kann in der Defensive die Basler Angreiferinnen mehrmals ärgern. «Ich bin mit meiner Leistung zufrieden», sagt Loosli. Rohrer: «Wir konnten offensiv einige Tricks zeigen, die die Baslerinnen nicht erwartet haben.» Die Neugier, wie sich die Reussstädterinnen in der neuen Liga zeigen, ist geweckt. Selten konnte ein 0:15 so positiv betrachtet werden.




