Ein letztes Mal getanzt
02.07.2019 OberlunkhofenOpeneye-Festival sagte «Adieu»
3700 Besucher waren am Freitagund Samstagabend am Openeye-Festival anzutreffen. Der Ansturm war deutlich grösser, als die Organisatoren gerechnet hatten. Trotzdem kam es nur kurzzeitig zu kleinen Engpässen, welche die Besucher ...
Openeye-Festival sagte «Adieu»
3700 Besucher waren am Freitagund Samstagabend am Openeye-Festival anzutreffen. Der Ansturm war deutlich grösser, als die Organisatoren gerechnet hatten. Trotzdem kam es nur kurzzeitig zu kleinen Engpässen, welche die Besucher gelassen hinnahmen. Sie genossen das 25. und gleichzeitig letzte Openeye-Festival. Im Zentrum standen dieses Jahr nicht die Bands, sonders das Festival mit seiner einmaligen, gelassenen Atmosphäre auf dem Bauernhof der Familie Hagenbuch. Wer neugierig war, konnte trotzdem einige neue spannende Bands erleben und alt bekannte Openeye-Gruppen ein letztes Mal abfeiern. --rwi
Euphorischer Abschied
Das letzte Openeye-Festival wurde von Besuchern überrannt
Das 25. Openeye-Festival war ein grosser Erfolg. Die Besucher genossen die unterschiedlichen Bands und die gemütliche Stimmung. Ins Schwitzen kamen die Organisatoren nicht nur wegen des Wetters.
Roger Wetli
3700 Besucher an zwei Tagen haben dem Openeye-Festival «Adieu» gesagt. «Sonst hatten wir immer um 2000 Besucher», weiss OK-Mitglied Michael Marti. «Aber nur schon am Samstag kamen 2100. Gegen Mitternacht haben wir niemanden mehr reingelassen. Kurz darauf hat jemand wieder geöffnet. Als wir es bemerkten, liessen wir es geschehen.»
Spontan Spaghetti gekocht
Das OK und die Helfer seien zwischenzeitlich stark gefordert gewesen. «Dreimal mussten wir Bier nachbestellen. Sonst war es immer einmal.» Auch die Essensvorräte neigten sich zunehmend dem Ende zu. «Die Familie Hagenbuch hat dann spontan 50 Kilogramm Spaghetti mit Tomatensauce gekocht.»
Der guten Stimmung schadeten diese Engpässe nicht. Die Besucher genossen die grandiose Atmosphäre auf dem Festivalgelände. Dazu trug auch das heisse und trockene Wetter bei. Wer am Samstagnachmittag Schatten fand, entspannte sich dort bei Gesprächen. Den Kindern wurde ein abwechslungsreiches Programm mit Malwand, Schminken und Instrumentenbauen geboten. Viele Erwachsene wurden aber auch durch die angekündigten Bands angelockt.
Lokale Helden
Teilweise aus Oberlunkhofen stammen die Mitglieder der Band «Tan Pickney». Ihr Auftritt am frühen Abend zog bereits sehr viele Besucher vor die Hauptbühne. Die Gruppe genoss den grossen Zuspruch sichtlich. Dasselbe galt für die Liedermacherin Sarah Lesch. Der Platz war bereits vor ihrem Auftritt sehr voll. Die Anwesenden wurden Zeugen einer äusserst bodenständigen Musikerin. Mit ihren gehaltvollen deutschen Texten und Ansagen traf sie die Herzen.
Wer es humorvoll mag, kam beim Auftritt der «d!¡mps» aus Bremgarten auf seine Kosten. Für die Improvisationstheatergruppe war es bereits der siebte Besuch am Openeye. Auch «Troubadueli» schien den Openeye-Gängern bestens bekannt zu sein. Der Andrang in den «Öpfelchäller» war so gross, dass einige den Liedermacher von draussen hören mussten. Dort vermischte sich seine Musik allerdings mit derjenigen der «Brooklyn Gypsis». Deren Weltmusik lud zum Tanzen ein. Für gute Stimmung sorgten auch die Desert Blueser «Bombino». Das Quartett vermischte vertraute Melodien mit solchen aus seinem Heimatkontinent Afrika.
Helfer feierten
«Meine Höhepunkte waren am Freitag Djemdi und am Samstag Highlight Tribe und Guts Pie Ear Shot», blickt Micheal Marti zurück. Bereits am Donnerstagabend spielten drei Gruppen für ehemalige und aktuelle Helfer. «Wir hatten Bedenken, dass dann zu wenig Leute kommen. Es war aber so gemütlich, wie wir es uns gewünscht hatten.»
Die offiziellen zwei Tage gingen ohne Zwischenfälle über die Bühne. «Viele Besucher waren etwas traurig, dass es jetzt vorbei ist», so Marti. «Die Euphorie im OK und bei den Helfern ist zurzeit noch sehr hoch.» Trotzdem wird es im kommenden Jahr sicher keine 26. Auflage geben. «Bis und mit Mittwoch wollen wir alles abgeräumt haben.»







