Hübelhäxe Berikon ade
28.06.2019 MutschellenLetzten Dezember wurden die Fasnachtsanlässe 2019 abgesagt, nun folgte der zweite Schritt: An der 24. Generalversammlung hat die Hübelhäxe-Fasnachtsgesellschaft Berikon die Auflösung des Vereins beschlossen. Der Entscheid ist einstimmig gefallen. «Es war Wehmut zu ...
Letzten Dezember wurden die Fasnachtsanlässe 2019 abgesagt, nun folgte der zweite Schritt: An der 24. Generalversammlung hat die Hübelhäxe-Fasnachtsgesellschaft Berikon die Auflösung des Vereins beschlossen. Der Entscheid ist einstimmig gefallen. «Es war Wehmut zu spüren, aber auch Erleichterung», sagt Präsident Andreas Meier.
Gestorben ist die Beriker Fasnacht damit nicht. Es bildet sich eine Interessengruppe, welche die Fasnacht in neuer Form weiterführen will. --eob
Wehmut und Erleichterung
Fasnachtsgesellschaft hat sich aufgelöst
Einstimmig wurde an der 24. Generalversammlung der Hübelhäxe-Fasnachtsgesellschaft Berikon beschlossen, den Verein aufzulösen. Das bedeutet nicht automatisch das Aus für die Fasnacht im Dorf.
Erika Obrist
Lange Jahre galt Berikon als Fasnachtshochburg. Das war einmal: In den letzten Jahren waren die Fasnachtsanlässe immer weniger gut besucht. Die Organisatoren der Anlässe – der Elferrat – bekundeten mehr und mehr Mühe, Helferinnen und Helfer zu rekrutieren. Vor allem aber wurde es zunehmend schwierig, wenn nicht gar unmöglich, Leute zu finden, die im Elferrat mitschaffen wollten. Auch das Amt des Ehrenhexenmeisters wollte niemand übernehmen. Kurz: Es fehlte an allen Ecken und Enden an Unterstützung.
Die Konsequenz: Letzten Dezember zog der Elferrat die Reissleine und sagte die Fasnachtsanlässe 2019 ab. Und an der letzten Generalversammlung war die Auflösung der Fasnachtsgesellschaft traktandiert. «Der Elferrat hat keine Zukunft mehr gesehen für den Verein», erklärt Präsident Andreas Meier. Statt elf seien sie nur noch sechs Mitglieder gewesen im Vorstand (Elferrat). Deshalb haben alle auf die GV hin ihren Rücktritt erklärt.
Interessengemeinschaft hat sich gebildet
An der 24. und letzten Generalversammlung im Restaurant Grüene Bode nahmen 22 stimmberechtigte Mitglieder teil sowie drei Passivmitglieder. «Es war viel Wehmut spürbar, aber niemand hat sich fürs Weitermachen ausgesprochen», erklärt Andreas Meier. Daher erstaunt nicht, dass die Auflösung des Vereins einstimmig beschlossen wurde. «Ich war erleichtert, als der Entscheid gefallen war», gesteht Meier, der kurzfristig das Präsidium hatte übernehmen müssen.
Erleichtert wohl auch, weil sich eine Nachfolgeregelung abzeichnet. «Es gibt eine Interessengemeinschaft von Eltern, welche die Fasnacht erhalten möchte», weiss Andreas Meier. Das unabhängig von dem, was bisher an der Beriker Fasnacht den kleinen und grossen Närrinnen und Narren geboten wurde. «Diese Eltern möchten ein neues Konzept ausschaffen», so Meier. «Es ist schön, dass sie die stradition im Dorf weiterführen wollen.» Ganz besonders freuen würde ihn, wenn die Kinderfasnacht bestehen bleiben könne. Bei dieser hat jeweils die Schule mit prächtigen Sujets am Umzug teilgenommen.
Es gibt noch viel zu tun
Auch nach der Auflösung bleibt einiges zu tun. Das vorhandene Material für Festwirtschaft und Dekoration muss angeschaut, sortiert und eventuell entsorgt oder verteilt werden. Der Interessengemeinschaft werde die Möglichkeit gegeben, Material zu übernehmen. Weiter muss der Verein auch administrativ «abgewickelt» werden. Dazu gehören unter anderem die Kündigungen von Verbandsmitgliedschaften und die Übergabe des Vermögens an die Gemeinde. Dieses Geld geht laut Statuten über an einen Verein, der die Fasnacht weiterführen wird. «Wir sind ein kleines Grüppchen, das sich nun noch um Material und Administratives kümmert», zeigt Andreas Meier auf.



