Fittere Teilnehmer als früher
04.06.2019 Region BremgartenDer Rigimarsch profitierte von idealen Bedingungen
1560 von 1900 Läufern erreichten die Rigi. Nach einer schwierigen Durchführung im Vorjahr lagen die Zahlen wieder im normalen Rahmen der letzten Jahre. Die Organisatoren sind sehr ...
Der Rigimarsch profitierte von idealen Bedingungen
1560 von 1900 Läufern erreichten die Rigi. Nach einer schwierigen Durchführung im Vorjahr lagen die Zahlen wieder im normalen Rahmen der letzten Jahre. Die Organisatoren sind sehr zufrieden.
Roger Wetli
Ein Gewitter mit starkem Regen zog heuer bereits am Nachmittag vorbei. Damit war die Strecke zwar etwas matschig, aber gut begehbar. Die 1900 Teilnehmer wurden mehrheitlich von Regen verschont. Dies war 2018 anders. Damals zwang ein mehrstündiger Dauerregen fast 50 Prozent der Läufer zum vorzeitigen Abbruch. Diesmal schafften es rund 82 Prozent auf die Rigi.
In drei Tagen ausverkauft
«Seit wir vor drei Jahren die Teilnehmerzahl beschränkt haben und eine vorgängige Anmeldung verlangen, sind die Leute tendenziell fitter als früher», stellt Toni Dubach, Vizepräsident des «Verein Rigi91», fest. Der Spruch «Mer gönd no rasch an Rigimarsch» lasse sich nicht mehr so einfach in die Tat umsetzen. Von Bremgarten auf die Rigi sind rund 50 Kilometer und 1500 Höhenmeter zu bewältigen, was etwa 63 Leistungskilometern entspricht.
Der Marsch war auch in seiner 29. Ausgabe sehr beliebt. War er 2018 nach 14 Tagen und 8 Stunden ausgebucht, reichten heuer gerade drei Tage. Wobei über die Vereinswebseite und über Facebook immer wieder Tickets an neue Personen abgegeben wurden. «Alleine am Starttag wechselten noch 150 Anmeldungen ihre Besitzer», weiss Dubach. «Wer feststellt, dass diese Billette zu einem überrissenen Preis angeboten werden, soll dies unbedingt melden. Wir werden diese Person dann im nächsten Jahr sperren.»
Gründe für eine Absage gibt es einige. Von 2000 Angemeldeten fi len rund 100 aus. «Das liegt im üblichen Rahmen. Auch hier spielen dieselben Gründe eine Rolle. Zudem haben wohl einige aufgrund der eher schlechten Wetterprognose von einer Teilnahme abgesehen.»
Keine Kreislaufprobleme
Dubach schwärmt von idealen Bedingungen. «Es war nicht zu heiss, sondern eher kühl. Die Läufer hatten dadurch keine Kreislaufprobleme. Vereinzelt gab es ganz wenig Regen. Der Sonnenaufgang und der blaue Himmel am Morgen waren fantastisch.»
Dubach erklärt, dass diejenigen, welche trotzdem auf der Strecke aufgaben, Blattern an den Füssen hatten, an Übermüdung litten oder sich schlicht überschätzt hatten.
An jedem der fünf Posten hatte der Verein Sanitäter stationiert, die die Leute begutachteten. «Stellten sie fest, dass jemand nicht mehr fit genug zum Weiterlaufen war, sprachen sie die Person an. Es liegt aber im Ermessen der Läufer, ob sie weitermachen.» Ziel sei es, keine Personen auf der Strecke abholen zu müssen, da dies teilweise gar nicht oder nur schwer möglich sei. «Wir hatten dieses Jahr zum Glück keine solchen Vorfälle», ist Toni Dubach froh.
Mitgelaufen sind auch einige Hunde. «Wir haben nichts dagegen. Wichtig ist, dass die Herrchen das Futter selber mitnehmen.» Die ersten Läufer schafften es nach dem Start um 19.30 Uhr morgens um 3.30 Uhr ins Ziel. «Die letzten kamen um 10 Uhr an.» Dubach nahm die erste Bahn um 6 Uhr. Er wurde von einigen Leuten begleitet, die ihre Partner oder Freunde am Ziel begrüssen wollten. Nächstes Jahr findet der 30. Rigimarsch statt. «Die Beschränkung der Teilnehmerzahl bleibt sicher erhalten. Sie erleichtert uns die Planung in Sachen Anzahl Helfer und Verpflegungsmengen.» Zudem loben langjährige Läufer die dadurch erreichte lockere Atmosphäre. Etwas Spezielles planen die Organisatoren zurzeit nicht. «Wie es jetzt läuft, ist es wunderbar. Gerade die gegenseitige Wertschätzung zwischen Läufern und Helfern ist toll.»



