Junge ziehen mit
13.11.2018 KüntenKünten: Männerchöre mit Nachwuchs
Viele Männerchöre kämpfen ums Überleben, nicht so in Künten. Hier ist es gelungen, eine junge Gruppe für das Singen zu gewinnen. Zwölf Mitglieder zählt das K-City-Chörli. ...
Künten: Männerchöre mit Nachwuchs
Viele Männerchöre kämpfen ums Überleben, nicht so in Künten. Hier ist es gelungen, eine junge Gruppe für das Singen zu gewinnen. Zwölf Mitglieder zählt das K-City-Chörli. «Es ist ein Glücksfall, dass alle am gleichen Strick ziehen und alle zusammen eine gute Zeit verbringen», erklärt Marcel Ammann, der in allen drei Künter Männerchören singt und das K-City-Chörli auch mit der Handorgel unterstützt. «Wir werden jetzt für verschiedene Engagements angefragt, was uns zusätzlich motiviert.» Zeuge dieser Begeisterung wurde das Publikum am Jahreskonzert. --rwi
Gelungene «Chorproben»
Künten: Männerchöre und Theatergruppe boten zwei tolle Abende
Das Jahreskonzert der drei Künter Männerchöre stand unter dem Motto «Die Chorprobe». Damit wollten sie sich auf das Gesangsfest im Mai in Sins vorbereiten. Die Chöre und das Theater «Spääti Nachwee» boten tolle und abwechslungsreiche Unterhaltung.
Roger Wetli
Die Stimmung in der Mehrzweckhalle war locker und gespannt. Denn die Männerchöre Liederkranz, Spezicanto und K-City-Chörli sind immer für Überraschungen gut. Wurden im letzten Jahr von jedem Chor je drei Lieder einzeln vorgetragen, war diesmal alles ein bisschen anders.
Zum Mitsingen animiert
Dirigent Stephan Wiedmer betrat ganz alleine die Bühne. «So fangen die Proben bei uns meistens an. Ich bin immer der Erste und Einzige», erklärte er. Nach und nach kamen die Liederkranz-Männer auf die Bühne. «Da wir jetzt vollständig sind, wollen wir zuerst Atemübungen machen und uns einsingen», erklärte Wiedmer. Er fordert das Publikum auf, aufzustehen und mit dem Chor die Übungen zu absolvieren. «Es geht heute darum, die Lieder auszuwählen, die wir am 25. Mai in Sins zum Besten geben werden.» Gut aufgewärmt sang der Liederkranz die ersten Lieder. Bevor das Spezicanto scheinbar zu früh auf die Bühne kam. «Egal, wir können trotzdem ein Bier nehmen», bemerkte der Liederkranz. Für «Heaven Is A Wonderful Place» wurde das Publikum in drei Gruppen aufgeteilt, die jeweils mit einem Teil der Chöre eine Melodie sangen. Es folgten «Oh läck du mir» und das komplexe «Another Day In Paradise», das die Chöre fulminant meisterten. Stimmgewaltig wurde es, als das K-City-Chörli in Erscheinung trat. Teilweise begleitet durch eine Handorgel sorgten die jungen Künter für viel jugendliche Frische. Davon angespornt und mit der Stimmkraft aller drei Chöre zusammen klangen die letzten, gemeinsam vorgetragenen Lieder noch besser als die ersten. Unterstützung erhielten die Männerchöre vom Publikum, das einzelne Texte von auf den Tischen verteilten Blättern ablesen konnte. «Auf der Rückseite hat es einen Abschnitt zur Anmeldung an eine Schnupperprobe», gab Vereinspräsident Stefan Kohler den Gästen einen Wink. «Auch Frauen dürfen diesen ausfüllen und nach dem Konzert draussen abgeben – für ihre Männer.» Die letzte Zugabe gehörte dem K-City-Chörli, das damit nochmals seine Klasse unterstrich und mit grossem Applaus verabschiedet wurde.
Trinkfreudige Familie
Viel zu lachen gab es beim Zweiakter «Spääti Nachwee». Die Theatergruppe spielte diesen Volksschwank mit viel Wortwitz und sichtbarer Freude. Hans Müller (gespielt von Werner Zbinden) und sein Sohn Kurt (Patrick Füglistaller) wachen nach einer durchzechten Nacht in ihrer Wohnung auf. Beim Aufräumen bemerken sie eine junge Frau, die unter einer Wolldecke auf dem Sofa schläft. Da sich Vater und Sohn an nichts mehr erinnern können und sie ihren Alkoholkonsum zudem vor Ehefrau und Mutter Vreni Müller (Sabina Kaman) verbergen müssen, verfallen sie in Panik. Das Leben wird ihnen zusätzlich durch eine neugierige Nachbarin und eine trinkfreudige Tante erschwert.
Chöre und Theater erfüllten an den beiden Abenden locker die Erwartungen des Publikums. Und wer wollte, durfte anschliessend in der Bar einen «Zombie-Drink» ausprobieren, der bereits im Theater für beschwipste Geister gesorgt hatte.



