51 Jahre Alpha Centauri
25.09.2018 MutschellenOberwil-Lieli: Pfadi Mutschellen-Jonen feierte
Die Pfadi Mutschellen wurde 1967 von zwei Pfarrern gegründet. Heute unterhält sie auch eine Abteilung in Jonen. Etwas verspätet, aber eindrücklich feierte sie ihr halbes ...
Oberwil-Lieli: Pfadi Mutschellen-Jonen feierte
Die Pfadi Mutschellen wurde 1967 von zwei Pfarrern gegründet. Heute unterhält sie auch eine Abteilung in Jonen. Etwas verspätet, aber eindrücklich feierte sie ihr halbes Jahrhundert.
Vincenz Brunner
Am Wochenende feierte die Pfadi Mutschellen-Jonen Alpha Centauri ihr 51-jähriges Bestehen. Sie lud zu einem Essen ein und spielte ein Theaterstück. Die Geschichte der Pfadi Mutschellen begann mit den Pfarrern Strehler und Ochsenbein im März 1967. Bereits drei Monate später wurde die erste Übung durchgeführt. Der Kantonalverband bestand darauf, dass es keine gemischtgeschlechtlichen Abteilungen gab. So bekamen die Mädchen (Castor) und die Jungen (Pollux) eine eigene Abteilung. Die Namen sollen übrigens alle per Zufall entstanden sein, indem mit einem Finger auf eine Sternkarte beziehungsweise Landkarte gezeigt wurde.
Pfadiheim Höllbündt
1974 konnte die Pfadi in Bergdietikon eine alte Scheune erwerben. Sie wurde abgebaut und eingelagert, bis sie 1980 als Pfadiheim «Höllbündt» am Rummelbach in Rudolfstetten wieder aufgebaut wurde. «Das Pfadiheim ist wichtig für uns», erklärte Dominic Bräm, Leiter der Abteilung Mutschellen. Hier treffen sich die Leiterinnen und Leiter zu Sitzungen, hier verbringen bei ganz schlechtem Wetter Kinder ihren Pfadinachmittag. Weiter wird das Heim regelmässig an Gruppen vermietet. Unter anderem fanden hier schon mehrmals Einführungswochen der internationalen Austauschorganisation ICYE statt.»
1986 organisierte die Pfadi auf dem Mutschellen ein Treffen mit rund 250 Teilnehmern. Die Pfader wurden um 6.30 Uhr von Fanfaren der Jungwacht Baden geweckt. Zu früh vielleicht für die Mutscheller, am Wettkampf belegten sie die Plätze 26 und 27 von 28. 1989 erreichten die Mitgliederzahlen mit 204 ihren bisherigen Höchststand. Drei Jahre später wurde das Pfadicorps Alpha Centauri 25 Jahre alt, langsam wandelte sich der Name zu «Pfadi Mutschellen». Die Mitgliederzahlen sanken und erreichten 1994 mit 95 ihren Tiefststand.
Abteilung Jonen seit 2005
Derweil gingt es auch mit der Pfadi Jonen langsam bergab, bis sie 2004 nur noch als Papiertiger bestand. 1998 ging die Pfadi Mutschellen online. Bis heute nutzt sie dieses Mittel versiert. Die eigene Pfadiabteilung in Jonen rief sie 2005 ins Leben. Anfangs gab es noch Probleme, genügend Leiter zu finden.
Seit diesem Jahr führt die Pfadi Mutschellen in Bremgarten auch eine Abteilung für die Kleinsten, die Biberstufe für Kindergartenkinder. In den letzten Jahren wurden auch mehrere Treffen in der Region veranstaltet, die sogenannten RoverHorns. Die Pfadi Mutschellen zählt heute 126 Mitglieder.
Pfadigeschichte auf der Bühne
Jubiläumsfeier mit Theaterstück
Die Pfadi Alpha Centauri Mutschellen-Jonen hat sich am Wochenende ein neues Logo und ein neues Foulard gegönnt. Damit soll der Zusammenhalt zwischen den Abteilungen gefördert werden.
Vincenz Brunner
Die Mehrzweckhalle im Schulhaus Falter war aufs Festlichste geschmückt. Bahnen von Foulards schmückten den Raum, an den Sprossenwänden waren verschiedene Pfadiuniformen angebracht. Eine Wand war mit Plakaten, Zeitungen und Newsletters aus der Pfadigeschichte dekoriert worden, auf den Tischen standen neben den Blumen selbst gebastelte Kerzenlichter. Sogar eine Band war organisiert worden. Die Pfader kümmerten sich vorbildlich um die zahlreich erschienenen Gäste.
In Erinnerungen geschwelgt
Viele waren mit ihren Kindern da, andere schwelgten wie Wolfgang «Sisal» Pfalzgraf-Tross in Erinnerungen. «Ich war ab 1980 in der Pfadi und habe am internationalen Lager in Irland teilgenommen. Für mich ist zentral, dass junge Leute in der Pfadi so viel Verantwortung übernehmen können wie sonst nirgends», so der ehemalige Pfader. Damals habe es in einem Sommerlager noch mehrere zweitägige Wanderungen gegeben, eine davon als Überlebensübung. Die Kinder wurden mit einem Laib Brot und einem gerupften Huhn in der Wildnis ausgesetzt. Etwas, was man sich heute kaum mehr vorstellen könnte, da unter anderem auch auf die vegetarischen Kinder Rücksicht genommen wird, wie Steve «Sponti» Hawkes versichert. Heute sei es auch nicht mehr so hierarchisch wie früher. Er und Daniela «Fresh» Hackl bildeten das OK für das Fest zum 51-jährigen Bestehen der Pfadi Mutschellen.
Höhepunkt des Festes war das Theater. Die einzelnen Abteilungen hatten sich zusammengetan und verschiedene Szenen aus der Pfadigeschichte entwickelt. Vier Leiter am Lagerfeuer führten durch das Programm und fungierten als Klammer zwischen den Szenen. Da waren zwei Mädchen zu sehen, wie sie in der Zeit, bevor es eine Pfadi gab, alleine zelten mussten. Als Nächstes wurden zwei Wissenschaftler aus den Siebzigerjahren durch Pilzexperimente in die Steinzeit zurückversetzt. Die Geschichte endet damit, dass sich zwei Neandertaler mit Steinen bewerfen. «Wir steinshipen jetzt», hiess es dazu aus dem «Off». Ob die Neandertaler deshalb ausgestorben sind? Des Weiteren wurde gezeigt, wie die Pfadi den Menschen hilft und was für Spiele am Lagerfeuer gespielt werden. Auch die Abteilung Jonen wurde thematisiert, hier fehlte es am Anfang an Kindern und Leitern. Zum Abschluss fand eine lautstarke Pfaditaufe statt.
Getauft wurde auch nach dem Theater. Die Pfadi Alpha Centauri Mutschellen-Jonen heisst nun Pfadi Alpha Centauri. Ebenfalls neu ist das Foulard. Bisher hatten die Abteilungen Mutschellen und Jonen eigene Farben. «Das gemeinsame Foulard soll zeigen, dass wir zusammengehören», erklärte der Leiter der Abteilung Mutschellen, Dominic «Ringo» Bräm.
Und neu ist auch das Logo der Pfadi Alpha Centauri. Zu dessen Entwicklung wurde eine Arbeitsgruppe gegründet. «Wir haben viele verschiedene Sachen ausprobiert. Wir wollten etwas Modernes mit Pfadi-Feeling, Zelt und Lagerfeuer», erklärte Dominic Bräm. Schnell sei klar gewesen, dass ein Sternenhimmel zum neuen Logo gehören muss. «Das alte Logo war nicht mehr zeitgemäss, der Zusammenhang mit der Pfadi wurde nicht klar», erläuterte Fabienne «Tschibi» Duc. Ebenfalls bei der Entwicklung des Logos dabei waren Sharon «Orea» Merki und Steve «Sponti» Hawkes.



