Rundum gelungene KEGA18
28.08.2018 UnterlunkhofenUnterlunkhofen: Besucher und Aussteller waren begeistert und sehr zufrieden
Ein Wochenende lang präsentierten sich das Kellerämter Gewerbe, die Hobbybetreiber und Gemeinden, die Rettungsorganisationen, Restaurants, Landwirte und Vereine beim ...
Unterlunkhofen: Besucher und Aussteller waren begeistert und sehr zufrieden
Ein Wochenende lang präsentierten sich das Kellerämter Gewerbe, die Hobbybetreiber und Gemeinden, die Rettungsorganisationen, Restaurants, Landwirte und Vereine beim Schulareal in Unterlunkhofen von ihrer besten Seite.
Roger Wetli
Landstatthalter Urs Hofmann betonte während seiner Eröffnungsrede die Bedeutung eines Marktplatzes. «Der Mensch hat bereits früh erkannt, dass es Sinn macht, seine Dienstleistung zusammen mit anderen an einem zentralen Ort anzubieten. Die KEGA18 knüpft an diese Tradition», war er überzeugt. «Auch im digitalen Zeitalter sind persönliche Kontakte sehr wichtig. Damit können langfristige Beziehungen eingegangen werden. Diese halten in der Regel auch in Krisen.»
Viele Menüs verkauft
Gesprochen wurde an dieser KEGA18 denn auch viel. Spontane Begegnungen waren überall möglich. Wem die Zunge langsam austrocknete, konnte seine Unterhaltung entweder in einem der zahlreichen Restaurants bei einem Getränk fortsetzen oder wurde gleich vom jeweiligen Standbetreiber verköstigt.
Zum Verweilen lud auch der Platz zwischen den Beizen ein. Dieser wurde besonders am Sonntag rege genutzt, während sich die Besucher am nasskalten Samstag lieber in den Zelten aufhielten. Programmpunkte wie das Säulirennen und die Fettbrandlöschung zogen besonders viele Besucher an. Eine Umfrage bei verschiedenen Beteiligten am Sonntagnachmittag ergab ausschliesslich positive bis euphorische Rückmeldungen. «Wir haben etwa 500 Fotos von Leuten gemacht, die auf dem Polizei-Motorrad posierten», hiess es von der Regionalpolizei. «Wir konnten viele Kontakte pflegen. Es war ständig etwas los», liessen einige Gewerbler verlauten. Auch die Beizer zeigten sich am Sonntagabend müde, aber zufrieden. «Wir haben sehr viele Menüs verkauft», lautete der Tenor. OK-Präsidentin Claudia Hoffmann zieht ein äusserst positives Fazit. «Es war eine rundum gelungene Sache.» --rwi
Neue Erfahrungen ermöglicht
Die Aussteller verwandelten das KEGA18-Gelände in eine Erlebniswelt
Drei Tage lang bot die Kellerämter Gewerbeausstellung Information und Unterhaltung. Dabei überboten sich die Aussteller mit kreativen Ideen gegenseitig.
Roger Wetli
Gleich an zwei Orten konnten sich die Besucherinnen und Besucher in einem Simulator versuchen. Da war einerseits ein Formel-1-Wagen mit Bildschirm, andererseits ein Bagger, den man mit Joysticks bedienen musste. Etwas Geduld war beim Specksteinschleifen gefragt. Wer es ganz gemütlich nehmen wollte, durfte sich am Freitagabend und am Samstag von einem Sandmaler zeichnen lassen. Wer sein Bild anschliessend nicht fotografisch festhielt, hatte dieses kurz darauf bereits wieder verloren. Eine eigene Kräutersalzmischung durfte an einem anderen Stand zusammengestellt werden. Bei Kindern war das Besprayen von weissen Regenschirmen mit Farbe beliebt.
Junge Hühner streicheln
Für längeres Raten sorgten die alten und aktuellen Luftaufnahmen der Kellerämter Gemeinden. «Stand mein Haus damals schon? Wie hat sich das Dorf seither verändert?», waren wohl die häufigsten Fragen. Im NaturPur-Zelt sorgte ein Spielplatz bei den Kindern für Begeisterung. Diese waren von den Bienen am Stand daneben und von den kleinen Wassertieren der Stiftung Reusstal ebenso fasziniert wie die Erwachsenen. Verzücken lösten die jungen Hühner aus, die manchmal sogar gestreichelt werden konnten. Dasselbe galt für die Schweinchen, die mehrmals am Tag um die Wette rannten. Wer auf die Siegersau setzte, hatte tatsächlich auch «Schwein».
Von Beiz zu Beiz
Staunen lösten die Hobbyaussteller im eigenen Zelt aus. Neben verschiedenen Maltechniken wurden die Besucher Zeuge, wie Halsketten, Strickereien oder Plüschtiere aus Fell hergestellt wurden. Künftige Künstler halfen mit, ein Bild mittels geworfener Dartpfeile auf mit Farbe gefüllte Ballons zu gestalten. Ebenso konnte man sich als Graffitimaler beim Stand der Jugendarbeit Kelleramt versuchen.
Wer es lieber laut und kraftvoll mag, durfte unter Anleitung eines Forstmitarbeiters mittels Motorsäge ein Stück Holz schneiden. Für viele faszinierte Blicke sorgten die Demonstrationen der geschickten Rettungshunde. Mit ihrer feinen Nase fanden sie zielsicher die versteckten Menschen. Ein heisses Spektakel bot die Feuerwehr mit ihrer Fettbrand-Lösung. Wer es gesehen hat, wird wohl im Falle eines Falles künftig kaum versuchen, einen solchen Brand mit Wasser zu löschen. Viele wurden ob all der Eindrücke hungrig und durstig. Sie fanden in elf Beizen ein abwechslungsreiches Angebot an verschiedenen Speisen. Dieses reichte von Rösti, Raclette über Hackbraten bis zur Bratwurst oder Schnitzel mit Pommes frites. Für Unterhaltung sorgte die Ländlerkapelle «Alp Nüsell», die am Samstag und Sonntag von Beiz zu Beiz zog. Wer abends nicht nach Hause wollte, fand in zahlreichen Bars noch lange verschiedene Gesprächspartner.
Viel Schlaf wäre schade gewesen
OK-Präsidentin Claudia Hoffmann konnte die KEGA18 geniessen
Auf dieses Wochenende hat sie lange hingefiebert: OK-Präsidentin Claudia Hoffmann. Am Sonntagabend zog sie ein euphorisches Fazit. Mit gegen 20 000 Besuchern wurden die Erwartungen massiv übertroffen.
Roger Wetli
«Ich bin müde, aber sehr glücklich», gab sie zu. «Ich habe an den drei Tagen nicht viel geschlafen. Zu viel Schlaf wäre aber auch schade gewesen. Es war so viel los.» Für Hoffmann war es die dritte KEGA und diejenige, die sie am meisten geniessen konnte. Sie habe damit eines ihrer persönlichen Ziele erreicht.
Vom Virus angesteckt
«Von allen Beteiligten habe ich durchs Band ein positives Fazit erhalten», erklärte sie. «Dank den kühlen Temperaturen hatten wir ideales Ausstellungswetter und dies trotz des etwas trüben Samstags.» Der sonnige Sonntag liess die Besucherzahlen in ungeahnte Höhen schnellen. Es sei für sie ein traumhafter Abschluss gewesen.
Aufgegangen sei auch das Konzept, die Kellerämter Schüler vorzeitig mit dem Gewerbeausstellungs-Virus zu infizieren. Dazu hatten die Schulen Windspiele gebastelt, die an der KEGA18 aufgehängt wurden. «Die Schüler kamen mit ihren Eltern und Verwandten vorbei und haben ihre Kunstwerke gesucht», so Hoffmann.
Doch noch keine Pause
Die Regionalpolizei Bremgarten schätzt die Besucherzahlen über alle drei Tage auf zirka 20 000. «Wir hatten vorgängig mit etwa 15 000 gerechnet», so Hoffmann. «Vor Ort war für uns eine Abschätzung sehr schwierig. Dass es jetzt derart viele waren, macht uns sehr glücklich.»
Ihr Wunsch, dass viele Küchen zu Hause kalt bleiben, sei definitiv in Erfüllung gegangen. Noch mehr freut sich Claudia Hoffmann über die vielen positiven Rückmeldungen. Der mehrjährige Aufwand habe sich definitiv gelohnt. «Ich habe von Freitagbis Sonntagabend sehr viele zufriedene Besucher gesehen. Das ist mein grösster Lohn.» Es sei ein Fest gewesen, das das Gewerbe mit der Region verbunden habe.
Wie lange angekündigt wird Claudia Hoffmann bald mit ihrem Ehemann auf Weltreise gehen. Vorher wird sie aber noch an einem weiteren Grossanlass anzutreffen sein. «Ich werde am kommenden Wochenende am Stadtfest in Dietikon beim Infostand mithelfen», lachte sie.











