Klingendes Bremgarten
29.05.2018 Bremgarten40 Jahre Musikschule gefeiert
An drei Standorten in der Altstadt gaben Ensembles der Musikschule Bremgarten am letzten Samstag ihr Können zum Besten. «Musik ist eine Herzenssache», sagte Schulpflegepräsident Andreas Rauch zur Feier des ...
40 Jahre Musikschule gefeiert
An drei Standorten in der Altstadt gaben Ensembles der Musikschule Bremgarten am letzten Samstag ihr Können zum Besten. «Musik ist eine Herzenssache», sagte Schulpflegepräsident Andreas Rauch zur Feier des 40-jährigen Bestehens der Musikschule und zur Eröffnung des Strassenfestivals «Musigspass i de Gass». Am Abend folgte im Casino ein fulminantes Geburtstagskonzert, bei dem die kleinen und grösseren Musikschülerinnen und Musikschüler zu glänzen wussten. «In jedem steckt ein kleiner Meister», lobte Stadtammann Raymond Tellenbach. --red
Mit allen Facetten geglänzt
Bremgarten: Konzert der Musikschule zum 40-jährigen Bestehen
Nachdem der ganze Samstag schon im Zeichen des Jubiläums der Musikschule stand, fand der Tag mit einem fulminanten Konzert im Casino seine Krönung.
Vincenz Brunner
Voll war es im Casino. Neben allen Lehrern und Schülern musste auch noch das Publikum einen Platz finden. Um die Umbaupausen möglichst kurz zu halten, wurden gleich mehrere Bühnen aufgestellt. Gespielt wurde überall, wo es zwischen den vielen Zuschauern Platz hatte. Gleich nach dem Eingang stand bereits die erste Bühne – mitten im Zuschauerraum. Auf ihr spielten die Bläserschüler von Sebastian Benz und das Querflötenensemble von Stefan Keller.
Gleich zwei weitere Bühnen wurden links und rechts der Hauptbühne aufgestellt. Dazwischen fanden das Schlagzeug und der Flügel ihren Platz. Am Flügel begeisterten Mila Blankenhorn und Nina Hufschmid sowie Dorina Sokolai, die alle von Luzia Strässle unterrichtet werden. Auf der rechten Bühne kam das Streicherensemble des Lehrers Alexander Kionke zu seinem Auftritt und links spielten die Blockflötenklassen von Judith Schneider und Kathrin Peterhans.
Die meisten Auftritte aber fanden auf der Hauptbühne statt. Hier tanzten die Jazztanzgruppen, die beiden Gitarrenensembles spielten zusammen mit dreissig Gitarren und 180 Saiten – und sogar Ballett wurde von kleinen Ballerinas getanzt. Selbstverständlich wurde auch gesungen und ganz viel gelobt. Die Instrumente waren alle in einer angenehmen Lautstärke, für den Applaus allerdings hätte man einen Hörschutz gebrauchen können, derart frenetisch war er bisweilen. Am meisten Eindruck hat beim Publikum der Auftritt von Jamin Streit am Cello hinterlassen. Mit einem Stück von Antonio Vivaldi, das er zusammen mit seinem Lehrer spielte, bewies er, dass er das Talent für die Champions League der Musiker hat. Obwohl die Bühne voll ausgeleuchtet war, stellte er seinen Lehrer in den Schatten. Er wird nun an der Musikhochschule in Zürich weiter unterrichtet.
Wippen, schnippen, jauchzen, klatschen
Für das Lob war Stadtammann Raymond Tellenbach zuständig. Schon bei den ersten Klängen konnte beobachtet werden, wie des Ammanns Fuss mitwippte. Später hörte man ihn auch schnippen und klatschen. Beim letzten Song entglitt ihm gar ein Juchzer.
«Ohne Musik wäre das Leben kaum denkbar», hielt er in seiner Laudatio fest. «In der Musikschule werden Kinder zu jungen Musikern. Ein Schritt, ein Griff nach dem anderen. In jedem steckt ein kleiner Meister, aber er muss entdeckt werden, zum Beispiel durch die Musikschule», hielt er fest.
Zum Abschluss liessen es die Lehrer und Schüler der Musikschule nochmals richtig krachen. Zu «Happy Birthday» wurde getanzt, gesungen und musiziert, was das Zeug hält. Mit Konfettiregen wurde das Jubiläum besiegelt.



