Nicht Floristen habens erfunden

Di, 12. Feb. 2019

Übermorgen Donnerstag, 14. Februar, ist Valentinstag – der Tag der Verliebten

Ist der Valentinstag als Tag der Verliebten eine neuzeitliche Erfindung und gibt es ein Rezept für «ewige Liebe»? Ein Blick in die Geschichtsbücher und das Gespräch mit einer Paar- und Familienberaterin liefern Antworten.

Zugegeben, der 14. Februar als Valentinstag gilt hierzulande erst seit Anfang der 50er-Jahre als Tag der Freundschaft, an dem man Menschen, die man gern hat, mit Blumen oder kleinen Präsenten beschenkt. Allerdings ist er keine Erfindung von Floristen, Gärtnern oder von Praliné-Herstellern, wie manche glauben. Einem alten Fest zugrunde liegend, schenkten schon die Römer am 14. Februar Blumen: Jungen Männern wurde damals der Name eines Mädchens zugelost, mit dem sie ein Frühlingsfest feierten.

Ganz geklärt ist die Herkunft der Verbindung zwischen dem Valentinstag und dem Tag der Liebenden allerdings nicht. Seinen Namen hat der 14. Februar vom heiligen Valentinus von Terni. Der Heilige und Märtyrer der römisch-katholischen Kirche soll als Bischof im 3. Jahrhundert – trotz des Verbots von Kaiser Claudius – heimlich Soldaten aus dem Heer des Kaisers getraut und sie mit Blumen beschenkt haben. Am 14. Februar des Jahres 269 starb Valentin den Märtyrertod.

Wenn die Paarung der Vögel beginnt

der Valentinstag zu einer Gelegenheit, bei der Liebende ihre Liebe füreinander zum Ausdruck brachten, indem sie einander Blumen und Süssigkeiten schenkten und Grusskarten (auf Englisch «Valentines») schickten. Und dann gibt es auch noch die Herkunftstheorie, die besagt, der Valentinstag gehe auf den mittelalterlichen Glauben zurück, dass die Vögel am 14. Februar mit der Paarung beginnen.

Patentrezept für die «ewige Liebe»?

So oder so, seit geraumer Zeit steht der Valentinstag im Zeichen der Liebe und der Liebenden. Spürt eine diplomierte Paar- und Familienberaterin wie Marianne Steiger, die im Fremo-Gebäude Muri eine Praxis führt, diesen direkt in ihrer Praxis? «Nein, der Valentinstag hat hier keine Auswirkungen», erklärt sie und fügt an: «Manchmal wird zwar in den Gesprächen mit leichter Enttäuschung erwähnt, dass der Valentinstag vergessen ging. Dies gilt aber genauso für Hochzeitstag oder Geburtstag – hier noch ausgeprägter.»

Der vergessene Valentinstag allein ist also ebenso wenig Grund für allfällige partnerschaftliche Schwierigkeiten, wie es für die «ewige Liebe» ein Patentrezept gibt. Marianne Steiger weiss, wovon sie spricht, ist sie doch täglich mit Beziehungsproblemen konfrontiert: «Der Anfang einer Paartherapie ist oft davon geprägt, dass eine Krisensituation vorhanden ist.» Gleichzeitig stellt sie fest: «In der Regel wird eine Paartherapie zu spät in die Wege geleitet, nämlich erst, wenn schon viele Verletzungen passiert sind.» So sei es schwieriger, Lösungen zu finden.

Paartherapeuten sind keine Schiedsrichter

Der Grund für das Zögern sei einerseits eine generelle Scheu davor, Gefühle offenzulegen, dazu noch vor einer fälschlicherweise als «Schiedsrichter» eingeschätzten Person. Marianne Steiger erklärt: «Paartherapeuten sind keine Schiedsrichter. Sie richten weder über den einen noch über den anderen Partner. Im Gegenteil, sie wenden sich beiden gleichermassen zu, sind Moderator sowie Dolmetscher und helfen, gegenseitiges Verständnis zu fördern. Es ist meine Aufgabe, dafür zu sorgen, dass Pärchen sich zuhören.» --uek

Bildquelle: http://www.pixelio.de / Timo Klostermeier

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