Fussball: Noah Lüscher ist «Rookie of the Year»

Mo, 14. Mai. 2018

Der Meisterschwander Noah Lüscher ist mit seiner ersten Saison an der Binghamton University nicht komplett zufrieden. Dabei räumt er sportlich und akademisch einen Preis nach dem anderen ab.

Noah erobert Amerika

Seit letztem Sommer ist der 20-jährige Noah Lüscher aus Meisterschwanden an der Binghamton University in der Nähe von New York. Lüscher begann
beim FC Meisterschwanden mit dem Fussball. 2007 wechselte das Talent zum FC Aarau und durchlief alle Nachwuchsstationen bis zum Team
Aargau U21. Nach dem Abschluss der Kantonsschule wechselte Lüscher in die USA. Er studiert dort und spielt Fussball. Beides sehr erfolgreich. Der
beste Beweis dafür ist seine Wahl zum «Rookie of the Year».

«Rookie of the Year» ist der Titel für den besten Sportler, der seine erste Saison bestreitet. In den USA geniesst dieser Award eine hohe Beachtung, da Athleten, die diese Auszeichnungerlangen, meist eine gute Zukunft vor sich haben. Die amerikanischen Basketballlegenden Michael Jordan und Shaquille O’Neal gewannen
in der Profiliga NBA diesen Preis. Ebenso die Eishockeylegende Mario Lemieux in der NHL. Noah Lüscher hat sich diesen Award in der «America East Conference» der amerikanischen Universitäten gesichert. Wegen der Grösse des Landes und der Vielzahl an Universitäten wird in 28 sogenannten Conferences Fussball gespielt. Die «America East Conference » gehört zu den fünf besten des Landes. Die Trainer der Mannschaften besagter Conference wählten unter rund 100 Neulingen ein «All Rookie Team». Lüscher war dabei. Aus den Besten elf der Neulinge wurde er dann zum Allerbesten gewählt. «Das ist eine grosse Ehre für mich», sagt Lüscher. «Ein Lohn für die harte Arbeit, die ich investiert habe, seit ich in den USA bin.»

In den USA angekommen
Leicht war es für den Meisterschwander nicht, sich an den Fussball und das schulische System zu gewöhnen. Er erzählt: «Als ein Spiel unentschieden zu Ende ging, fing ich an, meine Schienbeinschoner auszuziehen. Der Trainer kam auf mich zu und erklärte, dass es noch zweimal zehn Minuten Verlängerung gibt. Erst wenn in diesen kein Tor fällt, wird das Spiel als unentschieden gewertet.»

Seine persönliche Statistik nagte an Lüscher, der als Spielmacher auflief. «Ich habe nur drei Tore erzielt und sieben vorbereitet», sagt er und ergänzt, dass das laut seinen Mitspielern ausgezeichnet sei für einen «Rookie». Lüscher wurde zweimal zum «Rookie of the Week», also Neuling der Woche, und einmal zum Athleten
der Woche an seiner Universität gewählt. Er ist auch für den Preis als männlicher Athlet des Jahres an seiner Universität nominiert. Sportlich ist Lüscher angekommen.

Daneben gab es die schulische Herausforderung. Lüscher musste gewisse Leistungen erbringen, um sein Wunschfach «International Management» studieren zu können. Sein Schnitt war so gut, dass er die «Student Athlete Honour Roll» erhielt. Neben den sportlichen hat er auch einen akademischen Preis gewonnen.

Alle Türen stehen offen
Lüscher hat sportlich wie akademisch beste Voraussetzungen. Nach drei Jahren Studium kann er den Bachelor-Grad erreichen. Mit einem Jahr mehr bereits den Master-Grad. Voraussetzung ist, dass er vier Jahre an der Universität bleibt. «Das habe ich vor, wenn ich nicht in eine Profimannschaft wechseln kann.»

Lüschers Trainer hält grosse Stücke auf ihn und sieht ihn in einer der beiden höchsten amerikanischen Ligen. Dafür soll der Meisterschwander nächsten Sommer in den Ferien nicht in die Schweiz zurück, sondern mit einer Profimannschaft trainieren. «Es gibt drei Varianten, wie man zu den Profis kommen kann. Man spielt
sich in den Fokus der Scouts, die einen direkt von der Uni abwerben. Die Scouts können Spieler auch für den Draft nominieren, wo die Profiteams dann die Spieler wählen, oder man meldet sich selbst für den Draft an.» Lüscher will mit seinem Trainer abklären, welche Variante die geschickteste ist und wann ein Wechsel sinnvoll wäre. Für den 20-Jährigen ist auf jeden Fall klar: «Wenn ein Team aus der Major League Soccer mich will, kann ich dieses Angebot unmöglich ausschlagen.» Am liebsten wäre ihm eines der beiden Teams aus New York. «Ich würde in der Nähe bleiben und müsste nicht mein gesamtes Umfeld neu aufbauen.» Dazu kommt, dass die beiden New Yorker Teams gut vernetzt sind. New York City ist ein Partnerteam von Manchester City. Die New York Red Bulls sind Partner von Red Bull Salzburg und Rasenballsport Leipzig. «Vielleicht gelingt mir so irgendwann der Sprung nach Europa», so Lüscher. Der Sprung ans College hat jedenfalls bestens geklappt. --jl

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